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Benetton: Skandal Kinderarbeit.

Der italienische Kreative und Fotograf Oliviero Toscani machte von 1982 bis zum Jahr 2000 für Benetton Furore. Dieses Motiv aus der berühmten Kampagne zeigt Kinder die harte Arbeit verrichten. Die Kampagne hätte der Kirche gut angestanden. Der Kardinal von Köln war dazu nicht mutig genug. Der späte Papst Johannes Paul II. mit seiner Ächtung des Krieges sehr wohl.

Mich hat das Foto der schuftenden Kinder immer besonders angerührt. Im Gegensatz zu den kalkulierten Provokationen der Motive „Priester küßt Nonne“, „Weiße Frau stillt schwarzen Säugling“ oder „Blutverschmiertes Neugeborenes an der Nabelschnur“ verfügen die Motive, in denen es um soziale Mißstände geht, um viel Kraft. Toscani hat ein sehr gutes Gespür, Reizthemen zu inszenieren. Die Kritiker der Kampagne befanden, der Auftraggeber BENETTON solle bunte Pullover zeigen. Der Textilhersteller argumentierte, er widme den Platz, den gewöhnlich die Abbildung der Produkte einnehme, wichtigeren Themen: Abschaffung der Todesstrafe. Umweltverschmutzung. Oder gegen den Krieg in Bosnien. Toscani ging es um soziale Anliegen, auch wenn seine Kritiker das oft nicht einsehen wollen.

Vor fünf Jahren präsentierte er freizügige Bilder des magersüchtigen Models Isabelle Caro, um auf die Problematik des Schlankheitswahnes aufmerksam zu machen. Die Werbung generell hält er für oberflächlich, ein Urteil, dass sicher in weiten Teilen zutrifft. Es gab seitdem keine Kampagne zu sozialen Themen von vergleichbar hoher Wirkung. Schade!

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